Samstag, 29. Oktober 2016

Material-Etui für Kreative (Sew Sweetness-Tour Tag 3)

 Der Samstag ist ein eher ungewöhnlicher Tag, an dem ich blogge. Aber es geht manchmal nicht anders. Die Wochen sind gerade so unendlich voll gestopft und zwischendurch muss ich eben auch mal schlafen, was?
Also: frisch präsentiert das Material-Etui für Kreative.
Der Schnitt hat mich sofort gejuckt, als Annika ihn gezeigt hat. Ich hatte allerdings auch gehörigen Respekt. Umlaufender Reißverschluss und so.
Aber es ging viel leichter als erwartet und hat auch auf Anhieb erstaunlich gut geklappt.
 Als Stoff bietet es sich natürlich an, etwas Passendes auszuwählen. So geschehen. Das Design ist von Hamburger Liebe und ich habe schon vor Ewigkeiten ein paar Fatquarter bei Spoonflower bestellt. Das Paket kam erst ewig nicht an und dann kamen noch Zollgebühren dazu, fies. Aber die Stoff habe ich trotzdem gerne gestreichelt und lieb gewonnen.
Für das Material-Etui sind sie perfekt. Der Äußere ist wie Canvas, also schön fest.
Oben drauf noch ein Plott und jeder weiß, was das für ein Etui ist. Ab jetzt kein Chaos mehr...haha. Ich muss eben die Ordnung nur halten. ;-)

Ich tauche jetzt ab ins Wochenende. Es gibt viel zu tun und der kleine Mann möchte auch was von Mama und Papa haben.
 Seid alle lieb gegrüßt!

erhältlich im Shop von Näh-Connection
Stoffe: Hamburger Liebe, Spoonflower

Donnerstag, 27. Oktober 2016

RUMS: Bethouia in grau-pink [große Liebe]

 Bethouia ist ein Schnitt, der mir richtig gut gefällt. So richtig, richtig gut. Ich weiß aber gar nicht, warum ich ihn bisher nur einmal genäht habe. Zumindest im Kopf sind schon viele weitere Versionen fertig.

 Den Streifen-Jersey habe ich ebenfalls schon lange gelagert und jetzt endlich angeschnitten. Seit ich die neue Cover in meinem Nähzimmer stehen habe, liebe ich diese Nähte noch mehr als vorher. Die alte Maschine habe ich ja abgegeben durch die vielen Fehlstiche. Ich hatte einfach keine Lust, sie noch mehr einzunähen oder ständig die Einstellungen zu verändern. Mit der Babylock gibt es so gut wie keine Schwierigkeiten. Fast nie Fehlstiche und wenn weiß ich sofort, dass ich falsch geführt habe oder ähnliches.

Daher traue ich mich mittlerweile auch, einmal zu einer Kontrastgarnfarbe zu greifen. Grau-pink ist gerade eine Kombination, die mir gerade ausgesprochen gut gefällt. Bethouia bietet sich an, um mit Kontrastnähten zu arbeiten und so ist es geschehen.
Auf Instagram habe ich vor einiger Zeit schon mal das Shirt gezeigt und um Umfrage gebeten, was noch drauf soll. Alle waren sich einig, dass noch ein Plot auf das Shirt gehört. Dem wollte ich mich nicht widersetzen. ;-)

 Einen passenden Spruch habe ich nicht gefunden; es hat zumindest nirgendwo "Bähm" gemacht. Daher habe ich wieder auf "Triangulum" zurückgegriffen.

Leider hat an zwei Stellen die Folie nicht gehalten (Bügeleisen zu heiß, zu kalt, zu lang, zu kurz, ich weiß es einfach nicht; her mit der Transferpresse liebes Christkind). Nachdem der erste Ärger verraucht war, habe ich SnapPap mit dem Plotter ausgeschnitten (hat mich einfach mal gereizt, hat gut geklappt) und dann ein schnelles Yeah auf das SnapPap-Stück gebügelt. Hält. Gefällt.
Fertig ist das neue Shirt und passt perfekt zu meinem Mantel Frau Ava. Den habe ich euch ja schon vor Kurzem gezeigt. ;-)




Mittwoch, 26. Oktober 2016

Filigree- Doppelreißverschlusstäschchen (Sew Sweetness-Tour Tag 2)



Nachdem ich die Annex gleich zwei Mal in zwei Größen genäht habe, wollte ich das für das Filigree-Täschchen auch in zwei Größen ausprobieren.
 Das Vorgehen zum Einnähen der beiden Reißverschlüsse ist recht gleich. Die Taschen unterscheiden sich aber natürlich trotzdem. Die Annex ist eckig, Filigree ist abgerundet. Zusätzlich wird hier an der Seite ein Keil eingearbeitet.
Hätte ich die Anleitung aufmerksam gelesen, hätte ich gesehen, dass beim Annähen der Reißverschlüsse die Nahtzugabe ausgespart wird, damit man dann später den Keil besser annähen kann. Habe ich aber nicht, Daher ist es ein ganz bisschen wurschtelig, aber ich mag die Taschen trotzdem und sie erfüllen ihre Funktion voll und ganz.
Für das nächste Mal weiß ich ja jetzt Bescheid. Denn beim Nähen dieser beiden Taschen lagen ein paar Tage dazwischen und zack, wieder vergessen. ;-)
Die Stoffe sind alle sehr gut abgelagert, zu gut. Ich habe damals bei den Happy-Stoffen zugeschlagen wie nix Gutes. Ich mag sie auch immer noch, aber warum es so viele Meter sein mussten, erschließt sich mir gerade nicht mehr. Naja, nach und nach werde schon alle verarbeitet werden und in 20 Jahren ist es dann eben Retro. Oder was auch immer es dann für einen Ausdruck dafür gibt.

Die Taschen sind ganz frisch in Annikas Shop angezogen und zwar mit super tollen Prozenten!!! Es lohnt sich also, sofort zuzuschlagen, vor allem als Schnäppchenjäger.

Schnitt: Filigree Doppelreißverschlusstäschchen von Sew Sweetness, ins Deutsche übersetzt von Allie and Me, erhältlich im Shop von Näh-Connection
Stoffe: Hamburger Liebe, Ideenreich Kulmbach

Dienstag, 25. Oktober 2016

Annex- eckige Beuteltasche (Sew Sweetness-Tour Tag 1)



Vor kurzem wurde ich gefragt, wann ich angefangen habe, zu nähen. Ich habe schon immer gerne irgendwas rund ums Handarbeiten gemacht. Sei es die Strickliesl oder der Webrahmen in der Grundschule, Häkeln, Malen, Färben von Bekleidung oder eben auch das Nähen.
 Meine Mama hat eine Nähmaschine, die ich früher benutzten konnte. Ich habe dann Kissenbezüge genäht oder Vorhänge gekürzt. Im Studium habe ich dann eine eigene Maschine gekriegt. Eine Günstige aus dem Discounter zum Prüfen, ob mir das Hobby überhaupt Spaß macht. Passend dazu habe ich ein Tilda-Buch gekauft und mit das erste Projekt aus dem Buch war eine Kosmetiktasche. Die abgerundete Kosmetiktasche; ist ja ideal, wenn man das erste Mal einen Reißverschluss einnäht…Dass ich keine Ahnung hatte, zeigt sich auch in der Wahl des Reißverschlusses. Ich habe einen nahtverdeckten Reißverschluss genutzt, der ja doch eher für Klamotten genutzt wird. Nun ja. Die kleine Tasche habe ich immer noch. Ich sammele darin Taschenzubehör wie D-Ringe o.ä. und kann mich nicht davon trennen. Denn für den ersten Reißverschluss ist es erstaunlich gut geworden. Und die Rundung kann man auch erkennen. Ich habe halt einfach genäht, ohne lange nachzudenken, ob das Projekt zu einfach oder zu schwer ist.
Mittlerweile wurden schon sehr viele Reißverschlüsse von mir vernäht und ich habe keine Angst mehr vor dem einstigen Gegner. 
Als Annika in der Näh-Connection-Botschafter Gruppe mitgeteilt hat, dass sie gaaaaaaaaanz viele Taschenschnitte von Sew Sweetness mit ins Programm nimmt, war ich hellauf begeistert. Könnt ihr glauben. Am liebsten hätte ich alle auf einmal genäht. Aber die Zeit…wisst ihr ja. Aber immerhin konnte ich drei Taschenmodelle mit nähen und heute gibt es die ersten beiden "eckigen Beuteltaschen" zu sehen.
Als ich vor etlichen Zeiten schon mal über so eine eckige Tasche im Netz gestolpert bin, war ich sehr enttäuscht. Es gab zwar einen Futterstoff, aber der Schnitt hat vorgesehen, dass innen die Kanten offenen verarbeitet werden. Klar, man sieht es nicht, aber mich stört so etwas unheimlich. Ich möchte, dass auch in Taschen innen drin alles ordentlich ist.
Von daher habe ich mir erst mal die ganze Anleitung durchgelesen und dann erfreut festgestellt, dass alles ordentlich verarbeitet ist und es nur eine kleine Wendeöffnung gibt.
Highlight sind bei dieser Tasche tatsächlich die beiden Reißverschlüsse. Stelle ich mir sehr praktisch vor; ein Fach für Buntstifte, ein Fach für Filzstifte oder so.
Die Stoffe waren perfekt für kleine Stiftemäppchen. Ich habe mit normalem Volumenvlies verstärkt, da ich nichts anderes zur Hand hatte und es hat super geklappt.


Die Taschen sind ganz frisch in Annikas Shop angezogen und zwar mit super tollen Prozenten!!! Es lohnt sich also, sofort zuzuschlagen, vor allem als Schnäppchenjäger.

Schnitt: Annex – eckige Beuteltasche von Sew Sweetness, ins Deutsche übersetzt von Allie and Me, erhältlich im Shop von Näh-Connection
Stoffe: Riley Blake, gekauft bei Mira Rostock

Donnerstag, 20. Oktober 2016

RUMS #42/16: Kannst du mal eben schnell? (Herbsttour mit Else)

 Kennt ihr das? Ihr könnt nähen und andere Leute setzen das direkt mit einer gratis Änderungsschneiderei in Verbindung.

"Kannst du mal eben die Hose kürzen?"
"Kannst du mal schnell den Reißverschluss austauschen?"
"Kannst du kurz ein anderes Bündchen annähen?"

Genauso interessant ist es im Kindergarten. Ole trägt viele selbst genähte Kleidungsstücke in der Krippe. Ich nähe gerne für ihn und ich freue mich, dass er aktuell noch keinen Widerspruch einlegen kann, wenn ich ihm die selbst genähten Klamotten anziehe. Mir graut davor, wenn irgendwann Einwände kommen oder er auf Serienshirts mit Micky Maus oder so besteht. Das ist nicht meine Welt.
Und auch hier kommen die Fragen:
"Die Mütze ist ja schick; nähst du mir auch eine? Die genähten Mützen im Laden XYZ sind mir zu teuer." Ähm ja, ich habe ja keine Materialkosten und keinen Aufwand.

  Am schlimmsten finde ich allerdings die, die selber nähen, aber nicht so gut ausgestattet sind. Klar, ich habe einen tollen Fuhrpark zu Hause. Stickmaschine, normale Nähmaschine, Overlock, Coverlock, Plotter. Habe ich mir alles über die letzten Jahre gespart.

Aber muss ich daher tatsächlich für andere etwas sticken oder plotten oder Reißverschlüsse nähen, weil sie selber die Maschinen nicht besitzen und sie im Laden das Geld nicht ausgeben wollen?
Ich möchte ja nicht falsch verstanden werden. Ich helfe gerne. Es darf auch gerne jeder zu mir kommen und mich fragen, wie dies oder jenes genäht wird und ich zeige dann auch gerne.
Aber im Moment ist bei mir eine Grenze überschritten, wo ich keine Lust mehr habe. Es gab jetzt oft genug Momente, wo ich selber nicht zu meinen Projekten gekommen bin, weil "ich mal eben schnell" angesprochen wurde und das NEIN nicht rausgekommen ist.
Ich habe kein Gewerbe angemeldet. Möchte ich auch gar nicht. Ich stelle immer häufiger fest, dass es mir keinen Spaß macht, für andere was zu nähen, was sie sich konkret wünschen. Wenn möchte ich frei sein und ich will selbst entscheiden, für wen ich was nähe.
Für sehr gute Freunde nähe ich natürlich weiterhin auch mal das, was sie sich wünschen. Eine ganz liebe Freundin hat sich für den bald kommenden Nachwuchs zur Geburt eine Knotenmütze gewünscht. Selbstverständlich kriegt sie die. Ich hätte eh was für den Nachwuchs genäht.

 Mich nervt einfach teilweise die Selbstverständlichkeit, dass man mal eben schnell für andere was macht. Und meine eigenen Sachen auf der Strecke liegen bleiben.
Ich werde mich also weiterhin im NEIN üben, auch wenn manche dann verärgert sind. Damit muss ich dann auch einfach umgehen. Und ich schicke einfach alle zur Schneiderei oder ins Kreativgeschäft. Die verdienen im Gegensatz zu mir ihr Geld mit dem Geschäft.
Miri hat es bei ihrem Interview neulich schön beschrieben: egoistischer SelfishSewer. Pah, das werde ich auch. Gut, der kleine Mann kriegt weiterhin was. Und der große Mann vielleicht auch ab und zu. ;-)

Wie geht es euch? Kriegt ihr solche Fragen auch?

Aber genug gejammert…es geht ja heute um etwas ganz anderes.
Fredi hat eine Herbst-Blogtour gestartet. Dass ich den Herbst nicht so sehr schätze, wisst ihr ja. Hatte ich bereits erwähnt. Ich bin und bleibe Sommerkind. Damit das Schmuddelwetter (ja, Schmuddelwetter. Aktuell immer wieder Regen und kalt, bäh.) mir nichts antun kann, brauche ich warme und kuschelige Klamotten.
Da mir Else beim letzten Mal schon so gut gefallen hat, musste ich sie gleich wieder nähen. War klar, nech? Dieses Mal statt Kragen U-Boot-Ausschnitt mit Beleg. Damit es dann aber trotzdem an der frischen Luft warm und gemütlich bleibt, gab es ein Lüttes Tuch dazu. Die Anleitung wollte ich schon ewig testen und jetzt war es endlich soweit. Sehr schnell zu nähen; ich muss nur noch mal mein Knopfsortiment überprüfen.
Danke Fredi für die tolle Idee. Ich schlage vor, dass das im Winter wiederholt wird. ;-)




Danke auch für all eure lieben Kommentare in den letzten Wochen zu meinen Posts. Ich komme gerade nicht dazu, auf die Kommentare zu antworten, aber ich hole das alles nach. Versprochen.

Stoff: Lillestoff (und davon auch noch einen Meter gewonnen bei ÄnniSews, danke meine Liebe!)